Zuletzt aktualisiert am 07.06.2022
Als Gebäude mit hohem kulturellen Wert und Orte mit größeren Menschenansammlungen ist es ratsam, Kirchen mit effektiven Blitzschutzanlagen auszustatten. Jahrhundertelang galten Blitze als Zeichen göttlicher Macht und himmlischen Zorns, heute ist das Naturphänomen und die Entladung der atmosphärischen Elektrizität bestens erforscht. Fakt ist, dass die Türme von Kirchen oftmals umliegende Gebäude überragen und somit einen idealen Punkt für Blitzeinschläge darstellen.
Aufgrund ihrer besonderen Architektur benötigen Kirchen spezielle Blitz- und Überspannungsschutz-Maßnahmen. Kirchschiff und Kirchturm müssen jeweils unterschiedlich geschützt werden. Blitzschutzanlagen erfordern einen Blitzschutz-Potentialausgleich: Zum einen für metallische Systeme, zum anderen für alle aus der Erdverbindung stammenden Kabel (z.B. Beleuchtungen).
Sensible Anlagen in Kirchen vor Überspannung schützen
Die Einhaltung des Trennabstands zwischen den Ableitungen unterbindet zwar die Überschlagsgefahr, allerdings nicht die elektromagnetische Kopplung. Da die im Glockenturm und im Kirchenschiff verlegten Leitungen oft lang sind und Schleifenbildungen zeigen, wird der Einsatz von Überspannungsschutzgeräten erforderlich. Weitere schützenswerte Systeme sind Orgeln und eventuell vorhandene Beschallungsanlagen.